Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

2. Maßnahmen zur Verbesserung der Eingliederungsaussichten

 

Was?         Maßnahmen der Eignungsfeststellung, Trainingsmaßnahmen

Gefördert wird die Ausübung von Tätigkeiten und die Teilnahme an Maßnahmen der Eignungsfeststellung sowie an Maßnahmen, die zur Verbesserung der Vermittlungsaussichten beitragen (Trainingsmaßnahmen). Zu den förderungsfähigen Trainingsmaßnahmen gehören Maßnahmen, die

    die Eignung für eine berufliche Tätigkeit oder eine Leistung der aktiven Arbeitsförderung feststellen (Dauer bis zu vier Wochen),

    die Selbstsuche und die Vermittlung von Arbeitslosen, insbesondere durch Bewerbungstraining und Beratung über Möglichkeiten der Arbeitsplatzsuche, unterstützen oder die Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit eines Arbeitslosen prüfen (Dauer bis zu zwei Wochen),

    notwendige Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, um eine Vermittlung in Arbeit oder einen erfolgreichen Abschluss einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung erheblich verbessern (Dauer bis zu acht Wochen).

Hierbei sind folgende Maßnahmen denkbar:

1.   Ausübung einer Tätigkeit im Betrieb,

2.   Teilnahme an Maßnahmen eines Trägers.

Insgesamt darf die Förderung die Dauer von zwölf Wochen nicht übersteigen.

Wie viel?

Wahrend der Teilnahme an Trainingsmaßnahmen kann das Arbeitsamt das zuletzt bezogene Arbeitslosengeld bzw. die zuletzt bezogene Arbeitslosenhilfe weiterzahlen. Voraussetzung hierfür ist u. a., dass die Trainingsmaßnahme

    geeignet und angemessen ist, die Eingliederungsaussichten zu verbessern und

    auf Vorschlag oder mit Einwilligung des Arbeitsamtes erfolgt.

Daneben kann das Arbeitsamt die Maßnahmekosten (z. B. Lehrgangskosten, Fahrkosten) übernehmen; bei Ausübung betrieblicher Tätigkeiten können keine Lehrgangskosten getragen werden.

Wer?

Gefördert werden können Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende. Arbeitslose, die Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe nicht beziehen, können durch die Übernahme der Maßnahmekosten gefördert werden. Ausgeschlossen ist eine Förderung dann, wenn die Trainingsmaßnahme zu einer Einstellung bei einem Arbeitgeber führen soll,

1.   der den Arbeitslosen in den letzten vier Jahren bereits mehr als drei Monate versicherungspflichtig beschäftigt hat, oder

2.   der dem Arbeitslosen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung angeboten hat, oder

3.   von dem eine Beschäftigung üblicherweise ohne solche Tätigkeiten oder Maßnahmen erwartet werden kann, oder

4.   dem geeignete Fachkräfte vermittelt werden können.

Rechtsgrundlage:

Sozialgesetzbuch Drittes Buch - SGB III - vom 24.3.1997, §§ 48-52 in der jeweils geltenden Fassung