Bewerbergespräch

Bewerbergespräch

Es ist soweit!

Wer eine Einladung zu einer persönlichen Vorstellung  erhält, hat sich mit seiner Bewerbung durchgesetzt. Mit einer Einladung in der Tasche dürfen Sie guten Mutes sein, sollten sich aber nicht übertriebenen Hoffnungen hingeben, die nachher dann vielleicht doch enttäuscht werden.

Pünktlichkeit!

Seien Sie etwas vor dem vereinbarten Zeitpunkt da. Sollten Sie die Strecke nicht kennen, vorher schon mal abfahren.

Kleidung!

Ziehen Sie an was Ihnen gut steht, fragen Sie den Partner oder Freunde. Für eine Stelle als Elektriker würde ich nicht gerade im schwarzen Anzug und Schlips erscheinen, aber man sollte auf die ausgewaschenen Jeans und die Turnschuhe verzichten.

Bereiten Sie sich am Abend vorher auf das Gespräch vor. Lesen Sie sich das von Ihnen in der Bewerbung geschriebene noch einmal durch, auch die Stellenanzeige. Es schadet auch nicht,  die evtl. vorhandene Web- Site des neuen Arbeitgebers noch mal zu studieren.

Bei extremer Nervosität gönnen Sie sich ruhig 1-2 Gläser Wein, aber denken Sie daran, bei einer <Alkoholfahne> können Sie sich das Fahrgeld sparen.

Es geht los!

Ihr Gesprächspartner lässt Sie bitten. Geben Sie brav Händchen (aber nur wenn er Ihnen die seine reicht) und nennen Sie deutlich Ihren Namen und warten dann bis Ihnen ein Sitzplatz angeboten wird.

Sollte Ihnen eine Zigarette angeboten werden oder womöglich ein scharfes Getränk, auch das kommt vor, lehnen Sie es dankend ab, ohne jedoch gleich zu schwindeln Sie seien Nichtraucher oder Gegner jeglichen Alkohols (natürlich gibt es Ausnahmen).

Dann wird es ernst, denn es müssen Punkte besprochen werden die durch den Briefwechsel noch nicht genügend geklärt erscheinen oder darin überhaupt noch nicht erwähnt worden sind. Stets werden Fragen fachlicher Art gestellt werden aber auch anderes wird zu beantworten sein, wie Beziehungen zu Ihrem alten Arbeitgeber, Bindungen politischer oder rechtlicher Art, private Verpflichtungen, außerberufliche Tätigkeiten, Familien- und Wohnverhältnisse, schließlich mit Bestimmtheit die Gehaltswünsche.

Sie sollten sich vorher genau überlegt haben was Sie im einzelnen antworten wollen. Sprechen Sie deutlich! Vermeiden sie Ausdrücke wie „evtl.“ und „ja, aber“ und „ich weis nicht so recht“, also Floskeln, die mit Sicherheit den Eindruck der Unbestimmtheit, der Unentschlossenheit oder gar der Gleichgültigkeit erwecken.

Auf die Frage nach Unzulänglichkeiten antworten Sie ehrlich. Versuchen Sie jene in einen Vorteil zu verwandeln.

z.B.: Ich kontrolliere meine Ergebnisse lieber 2- 3 mal bevor ich eine Aufgabe als erledigt ansehe. Dadurch dauert es zwar etwas länger, aber die Qualität ist wohl ebenso wichtig wie die Quantität.

„Nun fragen Sie mal! Was möchten Sie wissen?“ Auch so etwas kann Ihr Gegenüber fragen. Und dann ist es gut man ist vorbereitet.

Ihr Gesprächspartner möchte etwas von Ihnen hören, er will sehen wie Sie sich im Gespräch auch in etwas ungewöhnlichen Situationen verhalten und ob Sie sich bereits mit der angestrebten Stelle und der Firma, bei der Sie sich beworben haben, auseinandergesetzt haben.

Nutzen Sie die Chance und fragen Sie nach allem was Sie interessiert.

Fragen Sie nach:

  • der Aufgabe die Sie erwartet

  • der Verantwortung

  • den zukünftigen Kollegen

  • der Hirachie

  • den Aufstiegsmöglichkeiten – das zeigt Initiative und den Willen beruflich weiterzukommen

Die Frage nach dem Gehalt stellt man am besten in der Endphase des Gesprächs, dann aber heraus damit ohne herumzudrucksen, denn gute Arbeit ist ihr Geld wert und Sie arbeiten gut.

Das Vorstellungsgespräch ist wie ein Bühnenauftritt. Alles was man tut und sagt, wird genau registriert. Es kommt darauf an, so natürlich wie möglich zu bleiben.